Beside Blood

cycle exploration

Auf diesem Planeten leben in etwa 7,5 Milliarden Menschen. Rund die Hälfte von ihnen wird im Laufe ihres Lebens mit einer sich wiederholenden Veränderung am eigenen Körper konfrontiert – dem Menstruationszyklus. Die gesellschaftliche Tabuisierung des Zyklus reicht soweit, dass Betroffene selbst häufig kaum etwas darüber wissen und dadurch manchmal körperliche Signale schlecht wahrnehmen. Dieses Nichtwissen schürt Unsicherheiten und kann die Tabuisierung noch verstärken. Die vorliegenden Instrumente helfen dabei zyklusspezifische Veränderungen wahrzunehmen. Die Stärkung der Betroffenen selbst kann dazu beitragen, das Thema gesellschaftlich neu zu positionieren. Jedes Tool beschäftigt sich mit einem Aspekt des Zyklus: die Veränderung des Muttermundes, der Basaltemperatur, des Zervixsekretes, der Brust und der Menorrhö. Bereits in den 70er Jahren haben feministische Gruppen die sogenannten Selbstuntersuchungen durchgeführt. Das Toolkit „Beside Blood - cycle exploration“ greift diesen Ansatz auf. Die Gegenstände erlauben eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper.

Selbst-Spekulum

Dein Selbst-Spekulum hilft dir deinen Muttermund und die Zervixdrüsen ohne fremde Hilfe anzuschauen. Das Objekt besteht aus einem Körper zum einführen (a) und einem beweglichen Spiegel mit Licht (b). Ersteres kannst du anwärmen. Fülle dazu eine Schüssel mit warmen Wasser und lege den Körper (a) für einige Minuten hinein. Das Porzellan speichert die Wärme. Für einige Menschen ist es angenehmer, den erwärmten Gegenstand einzuführen. Das Ende des Objektes ist leicht abgerundet und schräg. So kann es leichter in die Vagina eingeführt werden. Wenn du möchtest, kannst du zusätzlich Gleitgel jeder Art benutzen. Das Selbst-Spekulum besteht aus Porzellan und hat eine hohe mechanische Festigkeit. Du brauchst also keine Angst zu haben, dass es in dir zerbricht. Die Form des Muttermundes kann sich während des Zyklus verändern. Er ist manchmal geschlossen, sodass man ihn kaum finden kann und manchmal weitgeöffnet. Dann können Spermien und Bakterien einfacher in die Gebärmutter gelangen. Manchmal ist der Muttermund so zusammengezogen, dass man ihn kaum findet und manchmal sieht er aus wie ein Donut. Durch die Öffnung des Selbst-Spekulums kannst du fokussiert auf deinen Muttermund schauen.

Zervixstab

Die Zervixdrüsen produzieren das Zervixsekret, welches manchmal auch in der Unterwäsche sichtbar wird. Jede Person produziert unterschiedlich viel Zervixsekret. Das Sekret kann weiß, cremefarben, milchig oder glasklar sein. Manchmal bleibt es völlig unbemerkt. Die Spinnbarkeit und die Konsistenz können Aufschluss über die Fruchtbarkeit geben. Der sogenannte Zervixschleim besteht unter anderem aus Muzinfäden. Während der fruchtbaren Tage ordnen sich diese parallel an. So können Spermien, aber auch Bakterien, leicht in die Gebärmutter gelangen. Das Sekret ist dann dünnflüssig, glasklar und fadenziehend. Das Zervixsekret kann Spermien und Bakterien in die Gebärmutter befördern oder als Schranke fungieren und so vor Eindringendem schützen. Der pH-Wert des Sekretes kann Hinweise auf Erkrankungen geben. Du kannst deinen Zervixlöffel einfach in die Vagina einführen und drehen. In der Mulde bleibt so das Sekret hängen, das du dir nun genau anschauen und testen kannst.

Menstruationsschale

Jede_r Menstruierende verliert unterschiedlich viel Menstruationsblut. Zudem kann das Blut unterschiedliche Farben haben. Es reicht von hellem rot bis zu dunklem braun. Manchmal finden sich kleine Stückchen darin. Der Arzt Béla Schick behauptete noch im 20igsten Jahrhundert, dass Menstruationsblut Gifte enthalte, welche Menschen im Umfeld von Betroffenen negativ beeinflussen können. Diese Behauptung konnte zwar widerlegt werden, trotzdem glauben auch heute noch einige Menschen, dass Menstruationblut giftig sei. In der Menstruationsschale kannst du dir deine Menorrhö anschauen und sehen, wie viel Blut du verlierst und welche Konsistenz und Farbe es hat. Du kannst das Blut direk, via Anspannung der Beckenmuskulatur, in die Tasse pressen oder aus deiner Menstruationstasse hinein geben, sofern du eine benutzt.

Basalthermometer

Die Basaltemperatur verändert sich während des Zyklus. In der ersten Zyklushälfte ist sie in der Regel etwas niedriger als in der zweiten. Das Wissen um deine Basaltemperatur kann nützlich sein, wenn du natürlich verhüten möchtest. Das Thermometer wird in die Vagina eingeführt und bleibt dort 4 Minuten. Der Wert bleibt so lange gespeichert, bis du dein Thermometer ausschüttelst und erneut benutzt. Um einen genauen Vergleich der Temperatur zu haben und im Besonderen, wenn du natürlich verhüten möchtest, solltest du deine Temperatur nach dem Aufstehen immer zur gleichen Zeit messen und notieren. Auf der nächsten Seite findest du einen Kalender den du als Vorbild für deinen eigenen Temperaturkalender nutzen kannst. Indem Kalender sind symbolisch 28 Tage notiert. Aber jeder Körper ist individuell, es kann sein das dein Zyklus länger oder kürzer ist. Dein Kalender sollte deinem persönlichen Zyklus entsprechen.

Brustmaß

Während des Zyklus kann sich die Größe deiner Brüste verändern. Dein Maßband hilft dir, die Veränderung nachzuvollziehen. Das Brustgewebe kann hart oder weich sein, spannen und schmerzen. Es ist sinnvoll die Brust regelmäßig abzutasten, um gefährliche Veränderungen im Gewebe frühstmöglich zu erkennen. Knoten lassen sich am besten ertasten, wenn das Gewebe sehr weich ist. Häufig ist dies ca. 1 Woche nach Beginn der Menstruation der Fall. Wenn sich die Brustgröße am selben Messzeitpunkt wärend der Menstruation verändert, kann dies ein Indiz für einen Knoten sein. Auf der nächsten Seite findest du einen Kalender den du als Vorbild für deinen eigenen Messkalender nutzen kannst. Indem Kalender sind symbolisch 28 Tage notiert. Aber jeder Körper ist individuell, es kann sein das dein Zyklus länger oder kürzer ist. Dein Kalender sollte deinem persönlichen Zyklus entsprechen.

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